Gewissensentscheidung?
Es mutet schon seltsam an, dass die drei hessischen SPD-Abgeordneten Carmen Everts, Silke Tesch und Jürgen Walter ihr Gewissen erst einen Tag vor der angesetzten Ministerpräsidenten-Wahl im Hessischen Landtag entdeckten. Man kann eine Zusammenarbeit mit der PDS ablehnen, aber man kann seinen Standpunkt rechtzeitig verkünden, so wie es Dagmar Metzger getan hat.
Nun kursiert ein Gerücht, das Gewissen der drei sei erst durch ein paar Silberlinge geweckt worden. So weit würde ich nicht unbedingt gehen, aber charakterliche Defizite spreche ich ihnen in jedem Fall zu.
Geschrieben am: 4. November 2008 · Autor: rs
Ne, Charakter-Mängel haben die nicht. Also hätten Sie es früher gesagt wären die gleichen Vorwürfe gekommen. Es muss erlaubt sein auch eine Position zu entwickeln und erst kurz vorher zu entscheiden. Der Fehler lag außerdem bei Ypsilanti. Lies doch mal auf Spiegel.de den Artikel von Reinhard Mohr. Die Partei (auch einige andere) können halt nicht mit unterschiedlichen Positionen, Meinungen und Auffassungen umgehen.
Ne, ich bleib dabei das sie charakterliche Defizite zeigten. Für mich ist klar, dass die der Ypsilanti (deren Meinung ist nicht teile) einen reinwürgen wollten. Das ist schlechter Stil – vollkommen davon abgesehen, das Ypsilanti ebenfalls einen schlechten Stil hat. Welche Eingebung sollte denn das gewesen sein, die EINEN Tag vor der Entscheidung erst erscheint?
Im übrigen lehne ich eine Zusammenarbeit mit der PDS auch ab. Aber die Aktion halte ich für stillos.